wes_von_papineäu
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MANNHEIMER MORGEN (Germany) 28 February 08 Kröten wandern jetzt in die Flitterwochen (Simone Jakob)
Rhein-Neckar. Kröten, Molche und Salamander sind kein bisschen eklig. Das ist den freiwilligen Krötenrettern aus Heidelberg längst klar. Kein Wunder, denn Renate Exner, die als ehrenamtliche Amphibien-Retterin seit Jahren in Heidelberg Helfer mobilisiert, bewahrt mit ihrem Team bis zu 500 Tiere in einer Nacht vor dem Tod unter dem Autoreifen. Gestern hatten die Tierschützer gleich alle Hände voll zu tun, denn die milden Tage und der Regen haben Kröte und Co. in Hochzeitsstimmung versetzt. In Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis gelten deshalb jetzt zusätzliche Straßensperrungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen.
"Schon in Frühschicht hat ein Helfer 50 Tiere sicher über die Straße gebracht", berichtet Exner vom ersten nächtlichen Großeinsatz. Leider hielten sich nicht alle Autofahrer an das Tempolimit von 30 Stundenkilometern. "Das ist sehr traurig." Wenn man eine Kröte mit Tempo 30 zwischen die Räder nehme, überlebe sie das problemlos. Wer aber mit 40 oder mehr Stundenkilometern an den bedrohten Geschöpfen vorbeirolle, erzeuge mit seinem Wagen einen so hohen Druck, dass den Tierchen die Lunge platze. Zudem brächten rücksichtslose Autofahrer auch ihre 200 Helfer in Gefahr.
Um den Weg in die Flitterwochen sicherer zu machen, sind ab morgen, 29. Februar, die Heidelberger Straßen Am Schlierbachhang, Wolfsbrunnensteige und Klingelhüttenweg an der Waldgrenze von 19.30 bis 6.30 Uhr gesperrt.
Auch das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises reagiert wieder auf die Frühlingsgefühle der Kröten, die jetzt ihren angestammten Paarungs- und Laichplatz aufsuchen wollen. Um Molch-Massaker unter Autoreifen zu verhindern, werden Warnleuchten aufgestellt und Geschwindigkeitstrichter eingerichtet.
Vorsicht ist laut Kreis auf folgenden Strecken geboten: In Schriesheim auf der L 596 nach Altenbach. Auf der B 3 zwischen Hemsbach und Laudenbach, auf der K 4250 zwischen Ketsch und Schwetzingen, auf der K 4153 Sandhausen-Walldorf, zwischen Nußloch und Maisbach sowie Ochsenbach und Gauangelloch. Fuß vom Gas gilt auch in St. Leon-Rot auf der L 628 nach der Einmündung zur B 3 und auf der B 39 bei Mühlhausen. Auch in Neckargemünd, Dilsberg, Mückenloch, Wiesenbach, Langenzell, Lobbach, Moosbrunn, Eberbach, Waibstadt und Schönau hofft der Kreis auf nette Autofahrer.
In der Vorderpfalz gehört die K 13 zwischen Waldsee und Altrip zu den Schwerpunkten. Im Heideweg zwischen Maxdorf und Lambsheim und in der Natostraße in Römerberg herrscht auch Krötenverkehr.
http://www.morgenweb.de/region/metropolregion/20080228_srv0000002225424.html
Rhein-Neckar. Kröten, Molche und Salamander sind kein bisschen eklig. Das ist den freiwilligen Krötenrettern aus Heidelberg längst klar. Kein Wunder, denn Renate Exner, die als ehrenamtliche Amphibien-Retterin seit Jahren in Heidelberg Helfer mobilisiert, bewahrt mit ihrem Team bis zu 500 Tiere in einer Nacht vor dem Tod unter dem Autoreifen. Gestern hatten die Tierschützer gleich alle Hände voll zu tun, denn die milden Tage und der Regen haben Kröte und Co. in Hochzeitsstimmung versetzt. In Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis gelten deshalb jetzt zusätzliche Straßensperrungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen.
"Schon in Frühschicht hat ein Helfer 50 Tiere sicher über die Straße gebracht", berichtet Exner vom ersten nächtlichen Großeinsatz. Leider hielten sich nicht alle Autofahrer an das Tempolimit von 30 Stundenkilometern. "Das ist sehr traurig." Wenn man eine Kröte mit Tempo 30 zwischen die Räder nehme, überlebe sie das problemlos. Wer aber mit 40 oder mehr Stundenkilometern an den bedrohten Geschöpfen vorbeirolle, erzeuge mit seinem Wagen einen so hohen Druck, dass den Tierchen die Lunge platze. Zudem brächten rücksichtslose Autofahrer auch ihre 200 Helfer in Gefahr.
Um den Weg in die Flitterwochen sicherer zu machen, sind ab morgen, 29. Februar, die Heidelberger Straßen Am Schlierbachhang, Wolfsbrunnensteige und Klingelhüttenweg an der Waldgrenze von 19.30 bis 6.30 Uhr gesperrt.
Auch das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises reagiert wieder auf die Frühlingsgefühle der Kröten, die jetzt ihren angestammten Paarungs- und Laichplatz aufsuchen wollen. Um Molch-Massaker unter Autoreifen zu verhindern, werden Warnleuchten aufgestellt und Geschwindigkeitstrichter eingerichtet.
Vorsicht ist laut Kreis auf folgenden Strecken geboten: In Schriesheim auf der L 596 nach Altenbach. Auf der B 3 zwischen Hemsbach und Laudenbach, auf der K 4250 zwischen Ketsch und Schwetzingen, auf der K 4153 Sandhausen-Walldorf, zwischen Nußloch und Maisbach sowie Ochsenbach und Gauangelloch. Fuß vom Gas gilt auch in St. Leon-Rot auf der L 628 nach der Einmündung zur B 3 und auf der B 39 bei Mühlhausen. Auch in Neckargemünd, Dilsberg, Mückenloch, Wiesenbach, Langenzell, Lobbach, Moosbrunn, Eberbach, Waibstadt und Schönau hofft der Kreis auf nette Autofahrer.
In der Vorderpfalz gehört die K 13 zwischen Waldsee und Altrip zu den Schwerpunkten. Im Heideweg zwischen Maxdorf und Lambsheim und in der Natostraße in Römerberg herrscht auch Krötenverkehr.
http://www.morgenweb.de/region/metropolregion/20080228_srv0000002225424.html