DEU Presse: Wieder Heimat für Molche

wes_von_papineäu

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Wes von Papineäu
RHEIN MAIN PRESSE (Germany) 14 January 08 Wieder Heimat für Molche - Nabu schafft Lebensraum für Amphibien in Oppenheim
Oppenheim: Kaum jemand weiß es: Die seltene Knoblauchkröte hatte im Oppenheimer Unterfeld bis vor wenigen Jahrzehnten ein großes Vorkommen. Auch der vom Aussterben bedrohte Kammmolch war noch häufig. Doch die für die Vermehrung beider Arten notwendigen Teiche waren im Lauf der Zeit mehr und mehr verlandet und zugewachsen. Die Tiere fanden immer weniger offenes Wasser. Wohlmeinende Zeitgenossen hatten durch das Einsetzen von Goldfischen ein Übriges getan, die Fische machten sich über die Larven der Amphibien her, so dass ihr Bestand auf kümmerliche Reste zusammenschrumpfte.
Burkhard Bergmann vom Naturschutzbund (Nabu), Ortsgruppe Oppenheim und Umgebung, ließ dies keine Ruhe. Er schmiedete den Plan, die Teiche ausbaggern zu lassen, holte die notwendige Genehmigung von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd ein und stellte einen Antrag auf Fördergelder. Thomas Arnold von der Unteren Landschaftsbehörde des Landkreises Mainz-Bingen unterstützte ihn dabei. Das gemeinsame Wirken führte zum Erfolg, die SGD stellte Geld für fünf Teiche zur Verfügung.
Im März begannen die Baggerarbeiten am ersten Teich, drei weitere folgten im November. Burkhard Bergmann war jedesmal zur Stelle und wies die Arbeiter ein. Denn so ein Amphibienlaichgewässer ist mehr als einfach nur ein Wasserloch. "Die Teiche müssen alle zwei bis drei Jahre trocken fallen, damit bei Hochwasser einwandernde Fische auf Dauer keine Chance haben. Dies darf jedoch nicht jedes Jahr passieren, denn das hätte für die Amphibien fatale Folgen", erklärt Bergmann.
Also mussten für jeden Teich der Grundwasserstand und die Lage der Wasser führenden Schichten ermittelt werden, um die optimale Tiefe zu finden. Die Wasserfläche wurde auf jeweils etwa 150 Quadratmeter vergrößert. Burkhard Bergmann berichtet: "Wir haben jede Menge Grünfrösche beobachtet, auch Teichmolche und Grasfrösche waren da. Viele bunte Libellen jagten nach Insekten. Zu unserer großen Freude fanden wir auch die `Zielarten` des Projektes. Es waren zwar noch nicht viele Kammmolche und Knoblauchkröten zu sehen, der Grundstein für stabile Populationen ist aber gelegt."
Für die Zukunft plant der Nabu, die Teiche miteinander zu vernetzen.
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3120968
 
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